Brüder-Lexikon

 
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Armut

Armut ist neben eheloser Keuschheit und Gehorsam eines der drei Gelübde, welche die Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf ablegen. Armut heißt für uns Leben in Gütergemeinschaft, welche sich auf alle Lebensbereiche erstreckt (Nahrung, Wohnung, Einkommen, Bildung...) . Frei von der Sorge um den Besitz können wir offener für die Nöte der Menschen sein.

Augustinus

Augustinus von Hippo ( 354 - 430 ) ist einer der bedeutendsten christlichen Kirchenlehrer an der Epochenschwelle zwischen Antike und Mittelalter. Er war zunächst Rhetor in Thagaste, Karthago, Rom und Mailand. 387 wurde er in Mailand getauft, 391 zum Priester geweiht und von 395 bis zu seinem Tod war er Bischof von Hippo Regius in Nordafrika. Um das Jahr 397 verfasste er die Regel für seine Klostergemeinschaft.

Barmherzige Brüder von Maria-Hilf

Name der Gemeinschaft, wie ihn der Gründer Peter Friedhofen gewünscht hat und er von der Kirche bestätigt wurde. Daneben werden auch andere Männerorden innerhalb der katholischen Kirche als Barmherzige Brüder bezeichnet. Es handelt sich bei ihnen um Brüdergemeinschaften , deren Mitglieder vorwiegend im sozial-caritativen Bereich tätig sind.

BBT-Gruppe

Die Einrichtungen der BBT-Gruppe setzen heute fort, was vor über 150 Jahren der Ordensgründer der Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf, der selige Bruder Peter Friedhofen, in seinem klaren Bekenntnis zur christlichen Gottes- und Nächstenliebe in die Welt und durch sein Handeln ins Werk gesetzt hat: die Sorge für die alten, kranken, behinderten und benachteiligten Menschen in unserer Gesellschaft.

Berufung

Berufung im biblischen Sinne meint, den Ruf Gottes zu hören und ihm - zum Beispiel als Ordenschrist - zu folgen. Berufung wird nicht verdient oder selber gemacht, sie kommt von Gott. Aus freier Entscheidung antwortet der Berufene der inneren Sehnsucht.

Berufungspastoral

Die Art und Weise, religiöse Berufungen zu fördern durch Gebet, Öffentlichkeitsarbeit, persönliche Gespräche und Klärung der Motivation der Interessierten.

Bruder

Anrede für einen in einer religiösen Brüdergemeinschaft lebenden Mann.

CIC

Der Codex Iuris Canonici - zu deutsch „Codex des kanonischen Rechtes“ - ist das Gesetzbuch der römisch-katholischen Kirche im lateinischen Bereich.

Dienstgemeinschaft

Meint die Gesamtheit aller Brüder und Mitarbeitenden in den Einrichtungen der Barmherzige Brüder Trier gGmbH.

Einkleidung

Nach dem Postulat erhält der Novize während einer Einkleidungsfeier das Ordenskleid (Habit), einen Ordensnamen und die Lebensform. Mit der Einkleidung beginnt das Noviziat.

Evangelische Räte

Bezeichnen jene Weisungen („Räte“) Jesu , die als wichtige Marksteine für ein Leben in seiner Nachfolge angesehen werden. Der Begriff „evangelisch“ bedeutet in diesem Zusammenhang „den Evangelien gemäß“. Insbesondere Menschen, die sich für ein gottgeweihtes Leben (Vita consecrata) entscheiden, verpflichten sich in ihren Gelübden zu einem Leben nach den evangelischen Räten der Armut (Mt 19,21), des Gehorsams (Mt 20,26) und der ehelosen Keuschheit (Mt 19,12).

FMMA

Ordenskürzel für Fratres Misericordiae Mariae Auxiliatricis (= Barmherzige Brüder von Maria-Hilf).

Friedhofen, Peter

Im Jahr 1850 gründet Peter Friedhofen im Alter von 31 Jahren in Weitersburg bei Koblenz die Kongregation der Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf.

Gehorsam

Gehorsam ist neben eheloser Keuschheit und Armut eines der drei Gelübde, welche die Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf ablegen. Gehorsam kommt von hören, horchen, aufeinander hören und umfasst mehrere Dimensionen: das Hören auf sich selbst (die gegebenen Fähigkeiten erkennen und bereit sein, diese einzusetzen, die eigenen Grenzen erkennen und akzeptieren), das Hören auf Gott und seinen Willen, das Hören auf den Mitmenschen (in der Lebens-, Berufs- und Glaubensgemeinschaft), das Hören auf die Zeichen der Zeit und das Leben in Verantwortung mit Gott, den Menschen, der Welt und sich selbst.

Gelübde

Öffentliches Versprechen an Gott und die Kongregation der Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf, arm, ehelos und gehorsam in der Gemeinschaft zu leben. In der Regel werden die Gelübde zunächst für zwei (Erstprofess), sodann für drei Jahre (Professerneuerung) und anschließend für die gesamte Lebenszeit (Ewige Profess) versprochen.

Generalkapitel

Das Generalkapitel ist die höchste richtungsweisende, beschlussfassende und überprüfende Instanz der Kongregation. Es ist gegliedert in Wahl- und Sachkapitel. Im Wahlkapitel wird die Ordensleitung (Generaloberer, vier Generalassistenten, Generalsekretär und Generalökonom) gewählt. Im Sachkapitel geht es um die Überprüfung der Lebensform, die Entwicklung von Zukunftsperspektiven und die Klärung von Fragen zu Spiritualität und Aufgaben der Gemeinschaft. Alle sechs Jahre wird es vom Generaloberen einberufen.

Generaloberer

Er ist der höchste Obere der Kongregation und gibt ihr den Impuls zur Verwirklichung ihrer Sendung in Kirche und Welt. Zusammen mit dem Generalrat leitet und führt er die Kongregation.

Generalökonom

Im Geiste der Armut verwaltet und überwacht er die Güter der Kongregation. In einem jährlichen Bericht informiert er über den wirtschaftlichen Stand der Gemeinschaft.

Generalrat

Er besteht aus den vier Generalassistenten und - in wirtschaftlichen Belangen - dem Generalökonomen. Er unterstützt den Generaloberen in der Leitung der Kongregation und wird deshalb auch Generalleitung genannt.

Generalsekretär

Er unterstützt den Generaloberen bei seiner Geschäftsführung und führt das Protokoll über die Sitzungen des Generalrates. Er hat alle Urkunden und Akten, die sich auf die Kongregation beziehen, zu ordnen und aufzubewahren. Darüber hinaus führt er die Chronik.