3. Fastensonntag

06.03.2021

Gedanken von Bruder Peter Berg.

ausmisten, aufräumen, 3. Fastensonntag

Manchmal überkommt es mich und dann muss ich einfach mal wieder „Ausmisten“. Sei es der Kleiderschrank, das Bücherregal, Speicher, Keller oder vielleicht sogar ganze Zimmer oder die Wohnung. Wenn ich dann mal dran bin, geht es meist leicht von der Hand und wenn „ausgemistet“ ist, erfüllt mich das mit einem guten Gefühl. Der Kleiderschrank oder das Bücherregal sind aufgeräumt und übersichtlich, im Haus ist wieder Platz und viel überflüssiger Kram ist weg. 

Was hier greifbar wird, gilt auch für mein Inneres, gilt auch für meinen Glauben. Auch hier braucht es immer wieder ein „Ausmisten“ im übertragenen Sinn. Vieles verstellt mir den Blick und damit auch den Weg zu Gott in meinem Leben, wenn ich nicht aufpasse. Auch gut Gemeintes oder gut Begründetes gilt es anzuschauen. Und vielleicht gibt es da auch Dinge, die mal wichtig waren für meinen Weg mit Gott, die aber heute eher hinderlich sind oder belastend. Es braucht den freien Zugang zu Gott in unserem Leben, den wir uns auch immer wieder mal „freiräumen“ müssen. Die österliche Bußzeit kann hier hilfreich sein im Hinschauen, im Wahrnehmen und im „Ausmisten“ für Gott. 

 Mein Herr und mein Gott, ich will Dich nicht aus den Augen verlieren und unsere Beziehung leben und pflegen. Das gelingt mir nicht immer und immer wieder trage ich selbst dazu bei, dass ich mich von Dir entferne, unsere Beziehung vernachlässige. Hilf mir immer wieder dabei Aufmerksam zu bleiben und die Kraft und den Mut zu haben all das, was mich hindert mit Dir in Beziehung zu kommen anzugehen. AMEN

Text und Gebet: Bruder Peter Berg

Bild: Bruder Antonius Joos

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