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PALMSONNTAG

30.03.2026

Impuls zum Palmsonntag

Palmsonntag 

Der Einzug Jesu in Jerusalem ist kein triumphaler Aufmarsch, wie ihn die Menschen erwartet hätten. Kein mächtiges Pferd, kein Zeichen politischer Stärke – sondern ein Esel. 

In dieser Szene erfüllt sich die Verheißung aus dem Propheten Buch Sacharja: „Siehe, dein König kommt zu dir… demütig und reitend auf einem Esel.“ 

Die Menschen rufen „Hosanna!“ – ein Jubelruf, der gleichzeitig ein Hilfeschrei ist: „Hilf doch!“ Sie breiten Palmzweige aus, ehren Jesus wie einen König. Doch nur wenige Tage später wird sich die Stimmung wenden. Was sagt uns das heute? Jesus kommt auch in unser Leben nicht immer so, wie wir es erwarten. Nicht laut, nicht überwältigend, sondern leise, demütig, verletzlich. 

Die Frage ist: Erkennen wir ihn überhaupt – gerade in den unscheinbaren Momenten? 

Palmsonntag lädt ein, innezuhalten: 

• Wo erwarte ich einen „starken“ Gott – und übersehe seine sanfte Gegenwart? 

• Wo rufe ich „Hosanna“, wünsche mir Hilfe – bin aber nicht bereit, Jesu Weg der Demut mitzugehen? 

Der Esel wird so zum Zeichen: Gottes Weg ist ein anderer. Kein Zwang, keine Machtdemonstration – sondern Liebe, die sich hingibt. Vielleicht ist genau das die Herausforderung dieser Woche: Jesus nicht nur zuzujubeln, sondern ihn wirklich einzulassen – auch dann, wenn er anders ist, als wir es uns wünschen. 

Hosanna – Herr, hilf uns zu erkennen, wie du wirklich bist. (BA) 

Bild: Peter Schäfer (+06.08.2020)

Palmsonntag_Peter Schäfer