Konvent Schönfelderhof

Schönfelderhof

Die Geschichte des Schönfelderhofes

Die frühe Geschichte des Schönfelderhofs beginnt ganz unspektakulär: Er entstand, weil für das junge Kloster Himmerod in der Eifel ein landwirtschaftliches Hofgut zur Versorgung benötigt wurde. Und doch ist seine Entstehung eng mit dem Namen eines der berühmtesten Theologen und Klostergründers des zwölften Jahrhunderts verbunden: Bernhard von Clairvaux. Der Zisterzienser war es, der – so belegt es eine Urkunde – 1152 den Schönfelderhof begründete, als eines von mehreren Gütern zur Versorgung des Klosters. Im 15. Jahrhundert entschloss sich die Leitung des Klosters Himmerod aufgrund der Belastungen durch die politischen Wirren der Zeit, das Gut zu verpachten. Im Jahre 1476 wurde der Hof erstmals in Zeitpacht gegeben – eine lange Liste an Pächtern sollte über die Jahrhunderte folgen.

Einen Wendepunkt stellte der 3. Dezember 1920 dar: Die Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf erwarben Hofgut, und schon zwei Tage später zogen die ersten Brüder ein und nahmen mit einigen wenigen geistig behinderten Menschen die Bewirtschaftung des Hofes auf. Damit wurde das fortgeführt, was der Ordensgründer der Barmherzigen Brüder von Maria Hilf, der selige Bruder Peter Friedhofen, in seinem klaren Bekenntnis zur christlichen Gottes- und Nächstenliebe in die Welt und durch sein Handeln ins Werk gesetzt hat: die Sorge für die alten, kranken, behinderten und benachteiligten Menschen in unserer Gesellschaft. Mit Hilfe der geistig behinderten Menschen konnten die Brüder große Waldflächen zur Gewinnung von Ackerland urbar machen. Damit wurde das Problem der fehlenden Versorgung des Trie­rer Brüderkranken-hauses mit Nahrungsmitteln gelöst. 1936 wurden bereits 60 Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen betreut.

1983 wurde die Konzeption des Schönfelderhofs völlig neu ausgerichtet: Nur noch psychisch kranke Menschen wurden fortan aufgenommen. So wurde bis 1987 ein Wohndorf eingerichtet, das nicht mehr den Charakter einer Anstalt trug, und auch psychisch kranke Frauen wurden erstmals aufgenommen. Im Nachbarort Orenhofen wurde die erste Außenwohngruppe geschaffen, der weitere in den umliegenden Ortschaften und in der Stadt Trier folgten. 1994 konnte ein Neubau der „St.-Bernhards-Werkstätten für behinderte Menschen“ in Betrieb genommen werden. In den Abteilungen Handwerk/Industrie, Versorgung, Hauswirtschaft und Grüner Bereich wurden 130 Arbeitsplätze für psychisch kranke Menschen geschaffen werden, davon 50 für externe Werkstattmitarbeiter. Seit den 90er Jahren entstanden mehrere gemeindepsychiatrische Betreuungszentren in der Region Trier. 

(aus Paulinus von Peter Mossem und Michael Merten)

Der Konvent 2020

Brüder auf dem Schönfelderhof

Heut leben Br. Pankratius, Br. Vitalis und Br. Wendelin auf dem Schönfelderhof. Sie bringen sich dort  mit ihren unterschiedlichen Talenten ein und sind eng im Kontakt mit den Mitarbeitenden und den Klienten. 

 
 

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