Wort des Monats - März

01.03.2018

Anlässlich des 120-jährigen Jubiläums der Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf in der Schweiz (Luzern) erscheint jeden Monat ein "Wort des Monats" des Gründers Bruder Peter Friedhofen.

WdM März

Die Seele ernährt sich davon, worauf unsere Augen gerichtet sind. Darum lohnt es sich, in stillem Innehalten genauer hinzusehen, woran unsere Augen gerne hängen bleiben. In den Wochen der vorösterlichen Zeit sollten wir Christen unsere Gedanken vermehrt auf das Leben, Leiden und Sterben Jesu richten. Es kann eine Hilfe sein, in einem Zimmer eine „Gebetsecke“ einzurichten: mit einem Kreuz, mit der Bibel, einem Bild der Gottesmutter, des Namenspatrons und uns nahestehender Heiligen. Besonders die Evangelien berichten über Leben, Leiden, Sterben und die Auferstehung Jesu.   

Mir hilft bei der Betrachtung das "Magnifikat". Es ist ein monatlich erscheinendes Heft mit den liturgischen Texten für jeden Tag. Daraus entnehme ich die Lesung und das Evangelium. Ich frage mich, was mir Gott heute persönlich sagen möchte? Wenn ich einen oder zwei Sätze aufschreibe und in der Gebetsecke auflege, kann ich mich untertags erinnern, was mir am Morgen wie ein Licht aufgeleuchtet ist.   

Es lohnt sich, vor dem Kreuz länger zu verweilen und sich die Liebe Gottes zu vergegenwärtigen. Eine Stelle im Evangelium drückt dies so aus: "So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn dahingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat" (Joh. 3,16). Ja, in der Betrachtung des Gekreuzigten kann die Liebe wachsen und inniger werden.   

Vor allem die Liebe ist wichtig. Gott schenkt sie uns jeden Tag neu, in verschiedener Art und Weise, auch in der täglichen Nahrung. Aber er schenkt uns noch viel mehr dazu, vor allem aber seinen Sohn Jesus. Er ist der Mittler zwischen Gott und uns Menschen. Er will uns alle zum Vater führen.   

Dies verpflichtet uns auch, uns vermehrt den Menschen zuzuwenden, besonders den Kleinen, Schwachen und an den Rand der Gesellschaft Gedrängten. "Denn was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan." So sehen wir in den Leidgeprüften den Sohn Gottes selber und dienen ihm. 

Bruder Robert